Mission Myanmar

Der Lange Weg zur Demokratie

Myanmar, das frühere Burma, ist ein Land im Umbruch. Diesen Herbst finden Wahlen statt. 2011 übernahm, nach jahrzehntelanger Herrschaft der Militärs, eine Zivilregierung die Macht und leitete Reformen ein hin zur Demokratie. Ein Jahr später, im Sommer 2012, hob die Schweiz als erstes westliches Land alle Sanktionen gegen Myanmar auf und eröffnete eine Vertretung in Yangon, der früheren Landes-Hauptstadt. Ein wichtiger Teil der Mission des Schweizer Botschaft-Teams ist die Unterstützung und Förderung des Friedens- und Demokratisierungsprozesses. Kein leichtes Unterfangen in dem vom jahrzehntelangen Bürgerkrieg gezeichneten Land, wo zudem ein funktionierendes Rechtssystem noch fehlt.


Mit grossem Engagement fördert das Schweizer Botschafts-Team den politischen Dialog zwischen den Parteien im Vielvölkerstaat, gleist den Ausbau der humanitären Hilfe in entlegene Gebiete auf und beginnt mit der Umsetzung neuer Entwicklungsprogramme. Seit der Lockerung der internationalen Sanktionen, hat sich vieles verändert. Investoren aus aller Welt strömen nach Myanmar, das an Bodenschätzen reichste Land Südostasiens. Edelsteine, Edelmetalle, Edelhölzer, Erdöl und Erdgas versprechen gute Geschäfte und grosse Gewinne. Das Land boomt, doch der Kampf für Friede und Demokratie im einstigen Burma ist noch nicht zu Ende ist. Viele politische Aktivisten bleiben weggesperrt, und auch in den Gebieten der ethnischen Minderheiten dauern die Konflikte zwischen den Freiheitskämpfern und der Regierungsarmee trotz Reformen an. Zwar sitzen Oppositionsführerin Daw Aung San Suu Kyi und ihre Nationale Liga für Demokratie NLD heute im Parlament, doch mit nur 7 % aller Parlamentssitze bleibt der Einfluss der beliebten Volkspartei gering. Sie hoffen auf die Gesamtwahlen vom Herbst 2015, und dass Oppositionsführerin Daw Aung San Suu Kyi Präsidentin werden kann. Bisher schliesst ein Gesetz diese Möglichkeit aber aus.


Filmemacherin Irene Marty kennt Myanmar gut und hat auch während der Militärdiktatur darüber berichtet. Nach 12 Jahren ist sie zurückgekehrt um die Arbeit der Schweizer Botschaft zu dokumentieren, ihre alten Kontakte wieder aufzunehmen und sich ein Bild darüber zu machen, was sich in den letzten Jahren im Land der Pagoden verändert hat. Ihr Film spürt den Herausforderungen nach, die sich dem Botschaftsteam bei der Umsetzung der „Mission Myanmar“ stellen - und den Veränderungen, die der Demokratisierungsprozess in den Alltag der lokalen Bevölkerung bringt.


Der Film von Irene Marty über das Engagement der Schweiz im „neuen Myanmar der Reformen“ ist eine Reise durch ein Land mit zwei Namen - wo trotz Reformen vieles beim Alten geblieben ist.

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